Migräne & Arbeit

Migräne & Arbeit

Migräne am Arbeitsplatz: Zwischen Meeting und Attacke

Migräne kann massiv einschränken – auch im Arbeitsleben. Viele arbeiten trotz Attacke weiter, obwohl vor allem eines wichtig wäre: Ruhe.

Migräne am Arbeitsplatz: Zwischen Meeting und Attacke

Migräne kann massiv einschränken. Und das nicht nur im Privat- sondern auch im Arbeitsleben. Die Arbeitnehmenden stehen vor der grossen Aufgabe, die beruflichen Anforderungen mit der körperlichen und mentalen Leistungsfähigkeit in Einklang zu bringen.

Aus Angst vor Konsequenzen oder Druck arbeiten viele Menschen auch während einer Migräneattacke. Und das, obwohl eigentlich vor allem eines wichtig wäre: Ruhe und ein abdunkelbarer Raum, um sich zurückzuziehen.

Migräne und Arbeitsfähigkeit: Zahlen und Fakten

48 % der Arbeitszeit gehen durch reduzierte Leistungsfähigkeit bei Migräne verloren
13 % der Arbeitszeit gehen während einer Migräneattacke durch Abwesenheit verloren
ca. 11 % der europäischen Bevölkerung sind von Migräne betroffen, insbesondere Frauen

Am häufigsten tritt Migräne bei 30- bis 40-Jährigen auf – also genau in dem Alter, wo wichtige Karriereschritte anstehen. Die Weltgesundheitsorganisation bewertet Migräne gar als eine der am stärksten einschränkenden Erkrankungen. In Europa leiden ca. 11% der Bevölkerung an Migräne, insbesondere Frauen.

Migräne kann starke Kopfschmerzen oder andere einschränkende Symptome wie Lichtempfindlichkeit, Lärmempfindlichkeit, Konzentrations- oder Sprachstörungen verursachen. Während einer Migräneattacke gehen laut Studien 13 Prozent der Arbeitszeit durch Fernbleiben vom Arbeitsplatz verloren.

Im Jahr entstehen in der Schweiz Kosten von rund 500 Millionen Franken aufgrund von migränebedingten Arbeitsausfällen. Dies zeigt einmal mehr, wie tiefgreifend die Auswirkungen der Erkrankung sind.

Migräne-Trigger am Arbeitsplatz: Was die Attacke auslöst

Einige Migränetrigger stehen im direkten Zusammenhang mit dem Arbeitsplatz und können beispielsweise sein:

  • Helle oder flackernde Bildschirme
  • Stress
  • Lärm und laute Geräusche
  • Bestimmte Gerüche, wie beispielsweise Essen, Parfum etc.
  • Körperliche Anstrengung

Auf einige Faktoren kann der Arbeitgeber durchaus Einfluss nehmen. Beispielsweise können in einem Grossraumbüro Trennwände helfen, um Geräusche von klingelnden Telefonen, Gesprächen oder einem Drucker zu verringern. Auch Übungen für die Augen oder Entspannungsübungen können helfen.

Ausserdem kann Homeoffice, also das Arbeiten von zu Hause aus, eine gute Möglichkeit sein, den belastenden Faktoren am Arbeitsplatz teilweise auszuweichen. Die Umsetzung dieser Massnahmen erfordert viel beidseitiges Verständnis und Vertrauen.

Sprich offen über deine Migräne im Job

Du musst Dich nicht für deine Migräne schämen oder Schuldgefühle haben – auch wenn das Thema in vielen Arbeitsumfeldern noch immer tabuisiert ist. Gerade deshalb fällt es Betroffenen oft schwer, offen darüber zu sprechen.

Dennoch kann es hilfreich sein, das Gespräch mit der Führungsperson oder der Personalabteilung zu suchen und die eigene Situation transparent zu machen. Dabei ist wichtig zu betonen, dass Migräne nichts mit mangelndem Engagement oder fehlender Verantwortung zu tun hat.

Ein offener Austausch schafft die Grundlage für gegenseitiges Verständnis. Auch wenn sich Migräneattacken nicht einfach verhindern lassen, kann ein verständnisvoller Umgang seitens des Arbeitgebers wesentlich dazu beitragen, besser mit den Auswirkungen im Arbeitsalltag umzugehen und gemeinsam optimale Lösungen zu finden.

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