Grundlagen

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Migräne: Was ist das? Symptome, Ursachen & was du tun kannst

Keine schlimme Form von Kopfschmerz, sondern eine eigene neurologische Erkrankung. Was das im Alltag heisst und wann ärztliche Hilfe nötig ist.

Migräne: Was ist das? Symptome, Ursachen & was du tun kannst

Migräne ist nicht nur Kopfschmerz. Es handelt sich dabei um eine neurologische Erkrankung, die den Alltag vieler Menschen immer wieder abrupt ausbremst.

Wer Migräne hat, weiss: Bei einer Attacke stehen nicht immer klassische, starke Kopfschmerzen im Vordergrund, teilweise können andere Beschwerden dominieren.

Migräne mit oder ohne Kopfschmerzen

Migräne kann sich sehr unterschiedlich äussern. Während manche Betroffene starke pochende, pulsierende oder stechende Kopfschmerzen erleben, sind diese bei anderen wenig ausgeprägt oder bleiben ganz aus.

Häufig treten Symptome wie Übelkeit, Erbrechen sowie eine ausgeprägte Licht- und Geräuschempfindlichkeit auf, auch Gerüche werden oft intensiver wahrgenommen. Gewöhnliche Alltagssituationen können sich dadurch unerträglich anfühlen.

Migräne äussert sich unterschiedlich und die Symptome können von Person zu Person stark variieren. Manche haben wenige Attacken im Jahr, andere mehrere im Monat. Die Diagnose wird anhand typischer Symptome und definierter diagnostischer Kriterien gestellt. Dennoch bleibt die Erkrankung häufig unerkannt oder wird lange fehlinterpretiert.

Wie viele Menschen in der Schweiz haben Migräne?

Migräne gehört zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen:

1 Mio. In der Schweiz leiden mehr als eine Million Menschen unter Migräne.
2–3× Frauen leiden doppelt bis dreimal so häufig an Migräne als Männer. Schätzungen zufolge sind viele Männer noch nicht diagnostiziert.
35–39 Menschen zwischen dem 35. und 39. Lebensjahr sind am häufigsten betroffen.

Trotzdem sprechen viele nicht darüber. Aus Angst, nicht ernst genommen zu werden, denn in weiten Teilen der Gesellschaft ist noch immer die Annahme vorherrschend, dass Migräne psychosomatische Ursachen hat. Oder schlicht, weil sie gar nicht wissen, dass sie Migräne haben könnten.

Unsicher, ob es Migräne ist? Hol dir Unterstützung

Wenn du dich in diesen Beschreibungen wiedererkennst, ist der nächste Schritt klar: Sprich mit einer Ärztin oder einem Arzt. Meist ist die Hausarztpraxis die erste Anlaufstelle in der Schweiz. Danach erfolgt je nach Einschätzung die Überweisung zu einer Neurologin oder einem Neurologen. Dort kann eine gezielte Abklärung erfolgen und eine passende Therapie eingeleitet werden. Auch andere Gesundheitsdienstleister können auf dem Weg zur Diagnose involviert werden.

Du bist nicht allein.

Migräne verstehen heisst, dir selbst zuzuhören und deine Symptome ernst zu nehmen. Es gibt Hilfe, Wissen und Wege, besser mit Migräne leben zu können. Deine Gesundheit zählt.

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